„Flüchtlinge hinter- nicht vor der Kamera!“

taz.lab 2016-01 (1) KopieFremde oder Freunde? Der [VjAKK] e.V. auf dem taz.lab 2016 „Kommen Sie nach Berlin!“, hieß es am 2. April 2016. Die Türen im Haus der Kulturen der Welt waren weit geöffnet. Das Fest der taz zu ihrem 37. Geburtstag war ein taz-Kongress, mit der Welt zu Gast. Der [VjAKK] e.V. stand erstmals öffentlich im Fokus und sprach über die Beweggründe zur Gründung des gemeinnützigen journalistischen Vereins. Und passend zum diesjährigen Thema des taz.lab 2016 wandte sich Vorstands- und Gründungsmitglied Enno Heidtmann an die Podiumsgäste, um auch darüber zu diskutieren, wie Deutschland über die Zuwanderung von Migrant*innen diskutiert und innerhalb des Journalismus sinnvoll damit umzugehen ist. Denn es wird kaum über die Kompetenzen und Fähigkeiten der Flüchtlinge gesprochen, die möglicherweise der Branche sehr nützlich sein können. taz.lab 2016-01 (31) KopieSie stehen täglich mit ihren Angehörigen und Freunden über soziale Netzwerke und via Internet in Verbindung, so dass aktuelle Ereignisse aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan bestätigt oder verworfen werden können. Sie können Journalisten bei ihrer Recherche unterstützen und gewonnene Erkenntnisse ggf. bestätigen.

taz.lab 2016-01 (37) KopieEnno Heidtmann betonte, wie wichtig es ist, das NeubürgerInnen ihr Können einbringen können. Über finanzielle und materielle Hilfe hinaus Geflüchteten einen Zugang zu Arbeitswelten zu verschaffen, ebenso. Unser Gründungs- und Vorstandsmitglied von [VjAKK] e.V. berichtete auf dem taz.lab 2016, wie er in seinem Beruf einen syrischen Geflüchteten anlernt und sie dabei beide ihr Wissen erweitern. Denn die redaktionelle Arbeit, vor allem die Recherche hat oft Grenzen, wie z.B. sprachliche Barrieren. Lokale Kontakte und Quellen können hierbei von enormen journalistischen Nutzen sein. Vor allem wenn es sich hierbei um Recherchen handelt, die auf Grund der Gefährdungslage vor Ort für ausländische Journalisten nicht möglich sind. Kompetenzen erkennen und sie einbinden, fördern und etablieren– der Journalismus steht hierbei vor neuen Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen und Möglichkeiten.

(Bild: @John Nejmeh)

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