Für mehr Sicherheit im Journalismus

Was steckt dahinter?

Warum eigentlich noch ein journalistischer Verein?
[VjAKK]

Nur wenigen JournalistenInnen vertraut man heute nach Angaben aktueller Statistiken noch. Vor allem betrifft es die Berichterstattung aus dem Ausland, nicht zuletzt aus den Regionen, in denen Krieg und Chaos herrschen. Der Ukraine-Konflikt hat 2014 die Medien derart polarisiert, dass es sogar hier zu heißen Diskussionen führte, welche Informationen seien valide und welche seien \“Propaganda\“. Aber auch der Krieg in Syrien, Afghanistan, dem Irak und anderen Hotspots haben neben den Ereignissen auch dazu geführt, dass JournalistenInnen entführt, gefoltert und nicht zuletzt getötet wurden. Auch hier wollen wir langfristig dabei unterstützen, die Arbeit der KollegenInnen ein Stück weit sicherer zu machen. Neben einem Netzwerk, welches die Recherche unterstützen soll, wird [VjAKK] auch Informationen sammeln und veröffentlichen, die zur Sicherheit beitragen sollen.

Sicherheit

Nicht wenige JournalistenInnen bewegen sich bei ihrer Recherche in einem nicht ungefährlichen Terrain. Sie stehen nicht selten im Fokus von Terror und rivalisierenden Gruppen, werden verschleppt und getötet. Das Thema Sicherheit steht daher bei dieser Arbeit ganz besonders im Fokus und der Verein sieht hier einen sehr wesentlichen Faktor, den es gilt so weit es möglich ist zu minimieren. Informationen, Workshops, Vorträge und ein Netzwerk sollen zukünftig einen Teil dazu beitragen, die Arbeit von Journalisten sicherer zu machen.

Recherche

Bevor der Journalist in einem Umfeld arbeitet, welches er evtl. nicht kennt, kulturelle Einflüsse das Arbeiten ggf. erschweren oder beeinflussen, müssen unter Umständen Vorkehrungen getroffen werden. Viele KollegenInnen teilen ihre Erfahrungen untereinander und tauschen sich vor Ort aus. [VjAKK] möchte diese Erfahrungen bündeln und als Plattform dienen, diese Informationen bei der bevorstehenden Recherche sinnvoll und erfolgreich zu nutzen.

Netzwerk

Für JournalistenInnen ist ein vorhandenes und funktionierendes Netzwerk unabdingbar und führt nicht selten erst zum Erfolg bei der Arbeit. Nicht selten müssen Korrespondenten auf fremde, ihnen nicht vertraute Stringer und Fixer zurückgreifen. Oft werden sie empfohlen, oder aber erst kurz zuvor durch Dritte akquiriert. Safty first ist auch hier eines der elementaren Schlagworte und [VjAKK] möchte zusammen mit nationalen und internationalen Kontakten versuchen, langfristig als Börse und Ansprechpartner zu agieren.

Workshops

Der Verein [VjAKK] wird über den Grundgedanken der Sicherheit bei der Recherche auch in Workshops zusammenfassen. Journalisten müssen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit den Faktor Sicherheit nicht vernachlässigen, ebenso deren Auftraggeber. Vor allem freie JournalistenInnen begeben sich in Krisen- oder Kriegsregionen bei der Arbeit in Gefahr. Wie kann man gemeinsam versuchen das Potential der Gefahr minimieren und Redakteure sensibilisieren?

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Warum wir das tun?

Ohne die Arbeit der JournalistenInnen weltweit würden morgens weiße Blätter im Briefkasten liegen
Journalisten sind die Geburtshelfer und Totengräber der Zeit.

Menschen wollen informiert werden, ihr Voyeurismus nach Informationen außerhalb ihres sozialen Umfeldes polarisiert in vielen Dingen. Sei es der rote Teppich bei der Gala am Abend in New York, oder die Hinrichtungen durch den Terror im Nahen Osten. Steven Sotloff, James Foley und die deutsche Journalistin und Fotografin Anja Niedringhaus sind nur exemplarische Beispiele für die Opfer, die JournalistenInnen täglich bei ihrer Arbeit auf sich nehmen. Neben dem Faktor Angst, bei der Arbeit zu Schaden zu kommen, ist nicht selten der Erfolgsdruck Auslöser dafür, unvorsichtig zu sein. Wer macht das spektakulärste Bild, wer hat die besten O-Töne? Vor allem Freiberufler stehen in diesem Terrain unter einem enorm hohen Druck. Ein Netzwerk, Informationen und Support können diese Arbeit erleichtern und verbessern. Der Respekt gilt denen, die die Geschichten derer in den Vordergrund stellen, die selbst nicht in der Lage sind sie über die Grenzen hinweg zu erzählen.

  • 54 Journalisten wurden 2015 entführt

    Zahlen von ROG

  • 26 Journalisten wurden 2015 in Syrien entführt

    Angaben ROG

  • 199 Journalisten sitzen 2015 weltweit in Haft

    Türkei, Syrien, China, Iran, Eritrea, Ägypten etc.

  • 4 Journalisten 2015 im Jemen Getötet

    Angaben von ROG

Der Vorstand

Wir stehen für die Erfahrungen von Gestern und den Ideen von Morgen
Enno Heidtmann
1. Vorsitzender
Maximilian Brost
2. Vorsitzender
Nina Pressentin
Schriftführerin
Tim Prahle
Schatzmeister

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